Dienstag, 3. Dezember 2013

Mondsilberlicht - eine Review

Aloah,

normalerweise gebe ich meinen Senf immer dann zu Büchern, wenn ich sie durchgelesen habe, heute jedoch knicke ich es mir und schreibe schon noch bevor das Buch zu Ende ist. Ihr werdet schon verstehen warum. Ob ich das Buch zu Ende lese weiß ich gerade aktuell nicht.
Das Buch habe ich mir für meinen Kindle gekauft, weil ich eigentlich Mythen liebe und schottische Mythen für mich etwas neues sind. Bisher gab es Vampire, Werwölfe, Hexen, Krieger Banshees, aber schottische mythen? Nicht so wirklich.
Das Buch der Autorin Marah Woolf kostet für den Kindle 2,99€




Fangen wir also an:

Die Hauptdarstellerin, Emma, verliert ihre Mutter und zieht deshalb von einer amerikanischen Großstadt nach Schottland auf Isle of Skye. Ihren Vater kennt sie nicht und weitere Verwandte, bis auf einen Onkel hat die Gute auch nicht.
Wider Erwarten lebt sie sich bei ihrer neuen Familie gut ein und vermisst mal so gar nichts. Mir schwante so leicht, dass dieses Buch eventuell ein Fehlkauf werden könnte.
Nach einer kurzen Zeit ging die Gute dann dort zur Schule und was ist? BÄM sie trifft den coolsten, schönsten und charmantesten Kerl, quasi DEN Prinzen auf dem berühmten weißen Ross und sie verliebt sich auch noch in ihn. Aber sie, das Mädchen, das unscheinbar ist, nur gut im Schwimmen ist und dann auch nur bitte im Hallenbad, weil das Meer ja böse ist und sie die Aquaphobie ihrer Mutter übernommen hat und der coolste, stärkste und schönste Kerl? Also bitte, das geht ja mal gar nicht und so durfte ich dann auf den nächsten Seiten ihre Verunsicherung durchleben, ihre Freude und ihre Schwärmerei. Ist ja nicht so, als wenn sie wollte, aber er nicht und dann er wollte aber nicht darf. Oh nicht zu vergessen, das gibt es  auch noch weibliche Konkurrenz, bei der es sich auch noch um das schönste Mädchen von der ganzen Schule (Schule? Quatsch Insel) handelt. Ach ja, ihr Onkel verbietet ihr auch noch das weitere Zusammensein mit Prince Charming.

Fassen wir mal kurz zusammen:

- Mutter tot, keine Verwandten die in der Nähe wohnen
- Protagonisten ein unscheinbares Dingelchen, das nichts besonderes ist und sonst nur eine Sträke hat, bei allen anderen wird sie immer wieder übertroffen.
- ein total toller Kerl, der alles besser kann als sie und über allen steht
- eine Liebesromanze, die nicht sein darf
- seitenlanges anschmachten von der Protagonistin und ihr Leiden über das abweisende Verhalten von Prince Charming.

Na, kommt euch das so was von bekannt vor? Fehlt eigentlich nur noch, dass er ihr eröffnet ein Wesen vom anderen Planeten zu sein oder ein sonstiges Fabelwesen und juhuu, wir haben Twilight oder 50 Shades of Grey. Nur das dieses Buch für Jugendliche ist, von daher wird wohl zweiteres nicht thematisiert werden.

Ich kämpfe mich weiter durch dieses Buch und hui, es wird spannend. Beziehungsweise es versucht spannend zu werden. Aktuell ist es gerade eher nervig. Ich mag es einfach nicht, wenn die Hauptdarsteller sich im Buch kleiner machen als sie sind. Ist das denn so schwer ein vernünftiges spannendes Buch zu schreiben, OHNE das man gleich an diese bescheuerte Beziehung von Twilight denken muss? GEHT GAR NICHT! Da lobe ich mir die Soul Screamers Reihe. Genial, spannend und es wird eine tolle Welt beschrieben. Wo bleibt da eigentlich Teil 6 und 7 in deutscher Fassung?

Ach ne, er ist ein Fremdling, große Überraschung. Allerdings kein Vampir (Pluspunkt für die Autorin). Ein Wesen aus einer schottischen Saga. *Kopf trifft Tisch kritisch* Verdammt, die Geschichte hätte SOOO toll werden können, wenn … ja, wenn nicht das ständige jammern von der Protagonistin gewesen wäre, das mich zu sehr an Twilight erinnert hat und mit dem sich solche Bücher ständig messen lassen müssen.
Wer also schottische Mythen mag und auch Twilight mag, wird diese Reihe lieben. Wer wie ich lieber eine aktive Protagonistin liebt und dieses ständige gejammere nicht leiden kann: Finger weg. Euch tun die Augen weh.

Warum müssen die Autoren und Autorinnen immer dieses Schema „Schwaches Weib, überstarker Mann“ haben? Es gibt doch eindeutig schönere und spannendere Bücher, wo beide gleich stark sind. Siehe Soul Screamers, die Lena schon hier und hier beschrieben hat. Da geht das und die Serie beinhaltet eine Love Story, Action, Fantasy und sogar Themen die jedem was angehen. Und das ohne dass die Protagonistin ein armes unscheinbares Dingelchen ist.




Provehito in Altum
Viola

Kommentare:

  1. Na, das klingt ja ganz nach... Brauch ich nicht :P Ich kann einfach Protagonisten, die sich selbst nur bemitleiden, nicht ausstehen (hab da letztens auch ein Buch gelesen - bzw. mich durchgequält...)! Deswegen konnte ich die HdR-Verfilmung auch nicht ab, weil Frodo da voll die Heulsuse ist und ich jedes Mal das dringende Bedürfnis hatte, in den Fernseher zu treten :P

    Wobei mich jetzt die Sache mit der schottischen Sagengestalt doch ein bisschen interessiert... Aber so, wie du die Geschichte beschreibst - ne :/ Da bleibe ich auch lieber bei den Soulscreamers, da hat zwar auch jeder so seine Probleme, aber es wird nicht nur drüber geheult ;)

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    1. Richtig brauchst du auch nicht :) Ich weiß ja mittlerweile was du so liest und ich kann behaupten, dass dieses Buch nichts für dich ist.

      HdR kann ich auch nicht ab, das wäre so eine schöne Verfilmung gewesen, aber dadurch das Frodo so eine Memme ist, lass ich da die Finger von. Dann lieber Tribute von Panem.

      Na ja, allerdings heulen sie ja bei Soulscreamers auch schön rum und irgendwie ist immer Kaylee an allem schuld. Ich kämpf gerade mit Teil 6 (auf englisch) und dieser männliche Banshee (nicht Tod) wird auch zur kompletten Heulsuse *gnah*

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    2. Du bist auch der Meinung, dass Frodo ne Memme ist? Ich bin beruhigt - das sehen nämlich in meinem Umfeld nicht viele so^^

      Jaaaa, bei Soulscreamers wird schon auch rumgeheult - und dass... eh, wie heißt er? Nash? nu rumheult, ist nicht wirklich unerwartet. Aber schade :x

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